Rückblick

14.08.2026: Mundart-Abend mit Jürgen Piwowar

Jürgen Piwowar begeisterte beim Mundartabend im Heimatmuseum Obbornhofen

 

Ein lauer Sommerabend, hessische Mundart und jede Menge gute Laune: Der Mundartabend mit Jürgen Piwowar im Heimatmuseum Obbornhofen wurde für die zahlreichen Besucher zu einem besonderen Erlebnis. Trotz der hohen Temperaturen war das Interesse groß. Viele Gäste waren von außerhalb angereist und genossen die Veranstaltung unter freiem Himmel im Hof des Heimatmuseums.


Die Entscheidung, den Mundartvortrag kurzerhand Open Air stattfinden zu lassen, erwies sich als genau richtig. Im Schatten und unter freiem Sommerhimmel konnten die Besucher einen wunderschönen Abend in entspannter Atmosphäre verbringen. Statt stickiger Innenräume gab es frische Sommerluft, gute Unterhaltung und viel hessisches Lebensgefühl.


Jürgen Piwowar nahm sein Publikum mit auf eine unterhaltsame Reise durch die hessische Sprache und Lebensart. Seine Geschichten und Anekdoten waren mitten aus dem Leben gegriffen und sorgten immer wieder für Schmunzeln und herzhaftes Lachen. Dabei zeigte sich einmal mehr, dass Mundart weit mehr ist als ein Dialekt: Sie bewahrt Erinnerungen, erzählt Geschichten und bringt Menschen zusammen.


Für eine gemütliche Unterbrechung war ebenfalls bestens gesorgt. In der Pause konnten sich die Gäste mit typisch hessischen Spezialitäten stärken: Handkäs mit Musik, Spundekäs, Zwiwwelkuche und Grie Soß standen auf der Speisekarte. Dazu durfte natürlich ein guter Ebbelwoi nicht fehlen – selbst gemacht und mit handwerklichem Können aus der Region hergestellt.


So verband der Abend auf wunderbare Weise Unterhaltung, Geselligkeit und hessische Tradition. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, lange im Museumshof zusammenzusitzen, sich auszutauschen und den sommerlichen Abend zu genießen.


Der Heimatverein Obbornhofen zeigte sich erfreut über den großen Zuspruch. "Es ist schön zu erleben, wie viele Menschen sich für unsere Mundart und unsere regionale Kultur begeistern", lautete das Fazit des Vereins. Der gelungene Abend habe einmal mehr gezeigt, dass das Heimatmuseum nicht nur ein Ort zum Bewahren von Geschichte ist, sondern auch ein lebendiger Treffpunkt für Menschen aus Obbornhofen und weit darüber hinaus.

Eberhard Müller

 

Hessische Mundart, Sommerabend und viel zu lachen

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22.07.2026: Ferienspiele im Museum

In Obbornhofen verbrachten 18 Ferienspielkinder eine Nacht im Museum, genauer gesagt in der zum Heimatmuseum gehörenden Kulturscheune.

 

 Zuvor konnten sie in verschiedenen Workshops Spiele aus Urgroßmutters Zeiten kennenlernen, Wäsche waschen wie vor 100 Jahren und heißes Eisen auf dem Amboss schmieden. Zum Programm gehörten auch eine Nachtwanderung und eine ganz besondere Candle-Light-Führung durch das Museum. Anschließend machten es sich die Kinder mit ihren Betreuerinnen in den Schlafsäcken gemütlich und schauten gemeinsam den Film „Nachts im Museum“, wobei nach den anstrengenden Erlebnissen des Tages bereits das ein oder andere Auge zufiel. Dank der vielen Helferinnen und Helfer konnte dieses Angebot bereits das dritte Jahr in Folge angeboten werden.

Marianne Reichhart

 

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19.06.2026: Besuch aus Amerika

Auf den Spuren der Vorfahren

Neva und Juanette Griffin aus Michigan, Margund Reitz, Johannes Fritzsche (Foto: Eberhard Müller)

Auf der Suche nach den Spuren ihrer Vorfahren stieß Juanette Griffin aus den USA auf die Internetseite des Heimatvereins Obbornhofen.

 

Schnell entstand der Kontakt zum Vorstand mit dem Wunsch, gemeinsam mit ihrer Tochter Neva den Ort kennenzulernen, aus dem ihr Ururgroßvater Konrad Kammer in den 1850er Jahren nach Michigan auswanderte. Schon bald konnte ein Termin für einen Besuch im Heimatmuseum vereinbart werden.


Mit großem Interesse verfolgten die beiden Besucherinnen die Darstellung des ländlichen Lebens vergangener Zeiten und erhielten einen Einblick in die Geschichte und Entwicklung Obbornhofens.


Natürlich stellte sich auch die Frage, ob sich unter den zahlreichen Familien mit dem Namen Kammer in Obbornhofen noch eine direkte Verwandtschaft zu den amerikanischen Gästen herstellen lässt. Dies erwies sich allerdings als schwieriges Unterfangen, schließlich wimmelte und wimmelt es in Obbornhofen geradezu von Familien mit dem Namen Kammer. Dennoch ließ es sich Margund Reitz, geborene Kammer, nicht nehmen, Juanette und ihre Tochter Neva persönlich willkommen zu heißen. Ein eindeutiger Nachweis der verwandtschaftlichen Verbindung konnte jedoch nicht erbracht werden.


Ein besonderer Programmpunkt war die Besichtigung der Kammergasse, deren Name eindrucksvoll die jahrhundertelange Präsenz der Familie Kammer im Dorf widerspiegelt.


Konrad Kammer baute nach seiner Ankunft in Michigan, etwa 50 Kilometer nordöstlich von Detroit, eine Blockhütte an einer Straße, die heute den Namen Hessen Road trägt. Viele Jahrzehnte später wurde die Hütte bei Bauarbeiten zufällig entdeckt. Da sie sich in einem bemerkenswert guten Zustand befand, wurde sie sorgfältig umgesetzt und auf dem Gelände des rund 20 Kilometer entfernten Port Huron Museums wieder aufgebaut. Dort trägt sie heute den Namen "Kammer Cabin" und wird von Schulklassen besucht, die sich über das Leben der frühen Siedler und Pioniere informieren.


Der Besuch von Juanette Griffin und ihrer Tochter zeigte eindrucksvoll, wie stark die Verbindung zwischen einem kleinen oberhessischen Dorf und der großen weiten Welt auch nach rund 170 Jahren noch sein kann. Für den Heimatverein Obbornhofen war es eine besondere Freude, den Nachfahren eines Auswanderers ein Stück ihrer Familiengeschichte und alten Heimat näherbringen zu können.

 

Neva und Juanette Griffin in der Kammergasse (Foto: Johannes Fritzsche)

Das Blockhaus ("Kammer Cabin") von Konrad Kammer - vom ursprünglichen Ort umgesetzt auf das Gelände des rund 20 Kilometer entfernten Port Huron Museums.

21.03.2026: 
Heimatverein Obbornhofen zog Bilanz

"Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl"

Unter dem Motto "Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl" hat der Heimatverein Obbornhofen seine Jahreshauptversammlung abgehalten.

Eberhard Müller

 

Vorsitzender Eberhard Müller begrüßte mit diesem Zitat von Herbert Grönemeyer die Anwesenden und erinnerte zunächst an die sieben Mitglieder, die im vergangenen Jahr verstorben sind.

Ein bebilderter Jahresrückblick zeigte die zahlreichen Aktivitäten des Vereins. Dazu zählten unter anderem die Museumsöffungen von Mai bis Oktober an jedem ersten Sonntag im Monat mit einem "Exponat des Monats". Großen Anklang fand dabei auch das von Vereinsmitgliedern gespendete Kuchenbuffet. Dieses Konzept soll weiterhin fortgeführt werden.

Zu den Höhepunkten des Veranstaltungsjahres gehörten das Kabarett "Apokalyptisch aber glücklich", das Krimidinner "Exxxtase in Absinth" sowie die aufwendig gestaltete Gruselveranstaltung "Haus der verlorenen Seelen". Auch die Halloween-Party für Kinder wurde erneut sehr gut angenommen. Im Rahmen der Hungener Ferienspiele beteiligte sich der Verein zudem mit Angeboten wie "Museum, Pommes und Spaß auf Hof Grass" sowie "Eine Nacht im Museum".

Ebenfalls großen Zuspruch fand der Besuch von 14 Kindern der Mittelpunktgrundschule Hungen, die eine spannende Zeitreise erleben konnten, mit alten Spielen, einer Küche völlig ohne Strom, der "guten Stube" ohne Fernseher und einem Klassenzimmer mit Schiefertafel. Die Nikolausfeier war erneut die bestbesuchte Veranstaltung des Vereins. Für die Kinder sei es jedes Jahr ein besonderes Erlebnis, ihre Geschenke persönlich vom Nikolaus zu erhalten.

Nach dem Kassenbericht und der Entlastung des Vorstandes wurden Neuwahlen durchgeführt. Dem Vorstand gehören künftig Johannes Fritzsche, Eberhard Müller, Ortwin Glockengießer, Wolfgang Leschhorn, Katharina Schelte-Claus, Erhard Schneider, Rebekka Schneider und Annette Seifert-Ruwe an. Zu Kassenprüfern für 2027 wurden Elvira Ebbing und Karl Drosch gewählt. Ersatzkassenprüfer ist Hillmar Hahn.

 

Der neue Vorstand: Erhard Schneider, Johannes Fritzsche, Wolfgang Leschhorn, Katharina Schelte-Claus, Ortwin Glockengießer, Eberhard Müller, Rebekka Schneider und Annette Seifert-Ruwe

Für ihre langjährige Mitgliedschaft und ihr Engagement wurden Heiko Hahn für 40 Jahre Vereinszugehörigkeit sowie Käthe Richter, Regina Epp und Rolf-Dietrich Kammer für ihre mehrjährige Vorstandsarbeit geehrt.
Die Versammlung klang bei einem kleinen Imbiss und einer Dia-Schau mit aktuellen Eindrücken aus Obbornhofen aus.

Als Dank gab es eine Urkunde, einen Blumenstrauß und einen Gutschein: Rolf-Dietrich Kammer (3 Jahre Vorstandsarbeit), Käthe Richter (9 Jahre Vorstandsarbeit) und Heiko Hahn (40 J.Mitglied).

13.08.2025: Spannender Ferientag im Heimatmuseum

14 Kinder der Ferienbetreuung der Mittelpunktgrundschule Hungen zu Besuch im Heimatmuseum

Eberhard Müller

 

Hier ein paar Fotos:

 

 

Für 14 Kinder der Ferienbetreuung der Mittelpunktgrundschule Hungen wurde der Ausflug ins Heimatmuseum Obbornhofen zu einem echten Highlight!

 

Gemeinsam mit ihren drei Betreuern ging es nach einer Busfahrt von Hungen nach Obbornhofen auf eine spannende Zeitreise:

 

Im Museum staunten die Kinder nicht schlecht über alte Spiele, eine Küche völlig ohne Strom, ein Schlafzimmer mit Nachtopf, eine "gute Stube" ganz ohne Fernseher und sogar ein Klassenzimmer mit Schiefertafeln. Überall wurde gestaunt, gefragt und lebhaft diskutiert.

 

Besonders aufregend war die Schatzsuche in der großen Museumsscheune: Versteckte Murmeln warteten nur darauf, entdeckt zu werden – und natürlich durften sie anschließend als Andenken mit nach Hause genommen werden.

 

Nach einer leckeren Stärkung mit frisch gebackenen Waffeln hieß es: Ärmel hochkrempeln! Beim traditionellen Apfelsaft-Keltern waren Muskelkraft und Teamwork gefragt. Am Ende konnten alle den selbstgepressten Saft probieren – frischer geht's nicht!

 

Die Zeit verging wie im Flug, so dass gar nicht alles Geplante geschafft wurde. Aber eines ist sicher: Die Begeisterung war riesig – und viele Kinder freuen sich schon jetzt auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

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